Umzug Nr. 2

Krefeld – Wiesbaden. Wieder so eine HauRuckAktion… Oster und ich, das Renovierungsteam und ich, wie auch immer man das ganze nennen will, runter nach Hessen, um für Torsten Höninger (ja, genau die Pappnase aus meinem GB, die immer wieder auftaucht) sein neues WG-Zimmer zu renovieren, während der Herr selbst in Düsseldorf noch Klausur schreibt… Im wesentlichen verlief die Aktion zunächst recht reibungslos… Gut, die Tapeten wollten nicht runter (auf dem Putz waren: 1 Schicht Vorkriegs-Zeitungen, 1 Schicht Raufaser ähnlichen Alters und ca. 10 Schichten Farbe von insgesamt 2 mm Dicke – jeder, der jemals mit solch einer Kombination konfrontiert war, weiß, wie tapetenlöserundurchlässig Farbe sein kann…) Ok, 1 10L-Faß feinstes Rhanania Alt mit 2 Mann in 7 Stunden trägt nicht unbedingt dazu bei, daß die Arbeit einfacher von der Hand geht… Auch die Tatsache, daß es wieder ein Altbau mit 3,80m Deckenhöhe war, hat alles nicht gerade vereinfacht… Aber wir haben uns wacker geschlagen… Außer mir, dem Turnbeutelvergesser… Ich habe mir halt nicht ohne Grund nen Job im Büro gesucht – mein Rücken war abends/nachts so platt, daß ich nicht mehr mithelfen konnte, die Möbel hochzupuckeln… Als Strafe dafür habe ich mir in der Nacht dann auch trotz Schlafsack ne Mordserkältung zugezogen – in einem Zimmer mit geschlossenem Fenster, nur war leider die Heizung aus…

Das Beste kam natürlich wieder zum Schluß: Oster und ich sind prompt auf dem Rückweg nach Krefeld ca. 70km vor Köln mit dem VW-Bus inkl. Anhänger liegen geblieben – Kupplungsschaden. Naja, irgendeinen Grund musste es ja haben, dass es im Wagen auf einmal stank, als ob hinten jemand schweißen würde… Gar nicht so einfach, den ADAC zu bekommen, wenn weder D2 noch E-Plus an dieser Stelle der A3 kein Netz bieten und beide Akkus fast vollständig leer sind. Zugegeben, man hätte auch beim ersten Anruf daran denken können, daß die Information mit der defekten Kupplung insofern nützlich ist, als das dann 1. direkt ein Abschleppwagen kommen kann und 2. man in einem Call-Center nach Murphy´s Gesetz niemals bei 2 Anrufen den gleichen Gesprächspartner bekommt. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich auch bei einem 3. Anruf nach Netzproblemen nicht so weit, daß man wenigstens einen von zweien bekommt – nein, man hat die dritte nette Dame am Hörer… Der Mensch von Abschleppdienst war eigentlich ein ganz netter Kerl, mal abgesehen davon, daß er die falschen Informationen zum falschen Zeitpunkt liefert, wenn auch das wenigstens ziemlich konsequent. Bei der ersten Hochrechnung hieß es, daß der Rücktransport ca. 650,–DM kostet, von denen der ADAC 300,–DM trägt (klar, warum sollte man auch eine ADAC-Plus Mitgliedschaft haben, bei der der ADAC dann sämtliche Kosten übernimmt – wäre ja definitv zu einfach). Nach der Freigabe durch den Fahrzeugbesitzer, der die restlichen 350,–DM zu zahlen hatte, saßen wir also im Abschleppwagen, der VW-Bus saß auf dem Abschleppwagen und unser Anhänger hing, wie der Name schon sagt, an dem Abschleppwagen. Nach 5km Fahrt hielt es der nette Abschleppwagenfahrer wohl für den richtigen (bzw. falschen) Zeitpunkt, uns bzw. Oster darüber zu informieren, daß das Abschleppen des Anhängers 50% Aufschlag auf die berechneten 650,–DM bedeutet. Kurzerhand entschloß sich Oster also dazu, den Anhänger an der nächsten Raststätte im Stich, äh, stehen zu lassen, um diese Kohle wenigstens zu sparen – Fataler Fehler. Nein, der Anhänger wurde nicht geklaut, nur der Geldgeber (s.o.) war nicht gerade begeistert, daß aus der Kalkulation 2 Jungs inkl. defektem Transporter und funktionstüchtigem Anhänger für 350,– DM bereinigt folgendes Ergebnis lieferte: 2 Jungs inkl. defektem Transporter _ohne_ Anhänger für _470,–DM_. Hm… Ist irgendwie dumm gelaufen mit dem Informationsfluß…

PS: In einer Nachtaktion hat Oster letzte Nacht noch den Anhänger vom Rastplatz nach Krefeld geholt…

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