Wenn Träume fliegen lernen

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Mal wieder ein Film, in den man mich auf Umwegen hinbewegen konnte. Wie so oft bei Filmen, wo ich zunächst denke, dass sie „Frauenfilme“ sind… Diesmal hat sie dafür aber einen für mich ganz neuen Trick angewandt: sie hat die Kinokarten einfach bei einem Pro7-Gewinnspiel gewonnen!

Gut, unterm Strich wäre es vermutlich fast billiger geworden, wenn ich anstelle der Rumgurkerei einfach die Kinokarten bezahlt hätte. Aber wie gesagt: dann hätte ich mich vermutlich auch vor diesem tollen Film gedrückt. So ist es also zweifelsohne besser.

Worum geht es überhaupt in diesem Film?

Erzählt wird die Entstehungsgeschichte von „Peter Pan“, dem Jungen, der nicht erwachsen werden wollte, und damit ein Teil der Lebensgeschichte von Sir James Matthew Barrie, dem Theaterautor, dem wir dieses wundervolle Märchen zu verdanken haben.

Viele Probleme, insbesondere seine kreativen Flops und seine auf Repräsentation bedachte Ehefrau hindern J.M.Barrie (gespielt von Jonnie Depp) daran, endlich seiner Kreativität und seinem Genie Rechenschaft zu tragen und das Stück zu schreiben.

Als er die verwitwete Sylvia Davies (Kate Winslet) und ihre vier Kinder kennen lernt, ändert sich das fast schlagartig. In ihnen und ihren Schicksalsschlägen findet er die Muse, die letzten Endes Peter Pan entstehen lassen.

Wie ich einer „professionellen“ Kritik entnehmen konnte, ist der Film angeblich nicht so gut, insbesondere die dargestellte Vorstellung „Jungs fantasieren, Frauen herrschen“ würde zu stark auf dem Film lasten.

Ich fand ihn gut. Ich lasse mich (als Mann) vielleicht zu sehr von einem Film „berieseln“ und mache mir zu wenig Gedanken über die Hintergründe. Aber ich kann weder leugnen, dass auch ich 2-3 Tränen verdrückt habe (harmlos im Vergleich zu manch anderen im Kino), zum anderen ist die Wahl der Schauspieler in meinen Augen so gut ausgefallen, dass die Geschichte beinahe nebensächlich wird.

Neben dem wieder einmal charismatischen Depp spielen insbesondere die vier (noch unbekannten) Jungschauspieler, aber auch Kate Winslet, Ihre Rollen unwahrscheinlich überzeugend, so dass selbst ich dazu geneigt bin, mir den Film erstens noch einmal, zweitens vielleicht sogar im OT anzusehen.

Ich kann ihn jedenfalls empfehlen und man sollte sich nicht so sehr am deutschen Titel aufhängen – der Originaltitel „Finding Neverland“ („Nimmerland finden“) ist viel aussagekräftiger als „Wenn die Träume fliegen lernen“…

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