Archiv der Kategorie: Meine Meinung

Super Bowl XLV Halbzeit…

An dieser Stelle wollen wir uns einmal knapp 13 Minuten Zeit nehmen und nicht über die Künstler oder deren Lieder lästern, sondern uns einfach nur vorstellen, wie bei uns der letzte Spieltag der Fußball-Bundesliga aussieht. Oder, weil wir dort auch PlayOffs haben, das letzte Spiel in der DEL. Und wünschen uns dann einfach auch so etwas wie die NFL mit ihrem Super Bowl

Earth Hour

Heute in zwei Wochen ist es wieder so weit: Earth Hour ist angesagt.

Auf der ganzen Welt werden nach Angaben des Initiaors WWF Hunderte Millionen Menschen um 20:30 Uhr das Licht ausschalten, um ein Zeichen für den Klimaschutz und gegen das bisherige Ergebnis der Klimakonferenz von Kopenhagen zu setzen.

Auf der Seite des WWF ist nicht nur eine Übersichtskarte aller registrierten (Einzel-)Teilnehmer zu finden, sondern auch eine Liste der Länder, Städte und berühmten Gebäude, die für eine Stunde im Dunkel der Nacht verschwinden werden:

Brandenburger Tor (Berlin), Atomium (Brüssel), London Eye, Eiffelturm (Paris), Hiroshima Peace Memorial, Taipei 101, Burj Al Arab (Dubai), Christusstatue (Rio de Janeiro), Empire State Building (New York), Golden Gate Bridge (San Francisco)

Über den Sinn und vor allem über den Erfolg dieser Aktion muss man sicherlich nicht diskutieren, aber auch hier gilt in meinen Augen wieder: besser wenig machen als gar nichts tun… Insofern: Mitmachen!

PS: Dank des Earth Hour Plugins werde ich sogar meine Internetseiten für eine Stunde abschalten (und bin gespannt, ob das wirklich so klappt ;-) )

(tat)orte im NRW-Forum

Seit Monaten hatte ich ja vor, mir die (tat)orte anzuschauen. Jetzt habe ich es doch noch rechtzeitig geschafft, denn am Freitag um 24 Uhr ist die Ausstellung zu Ende.

Was bekommt man geboten?
Unzählige, wenn auch im nachhinein viel zu wenige, Fotografien von Tatorten, aufgeteilt in vier Gruppen (Drei Künstler [Weegee – the famous, Enrique Metinides, Arnold Odermatt] und das Archiv des LAPD). Die Aufnahmen stammen aus der Zeit zwischen 1930 und den späten siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts und sind dementsprechend zum grössten Teil schwarzweiss.
Während sich der Grossteil der Aufnahmen darauf beschränkt, lange Zeit nach der eigentlichen „Tat“ geschossen worden zu sein, so gibt es doch einige Aufnahmen, die durch die fast zeitgleiche Ablichtung eine bedrückende Atmosphäre schaffen.

Lohnt es sich?
Die Frage lässt sich natürlich nur bedingt beantworten. Ob sich der Besuch lohnt ist zunächst einmal davon abhängig, welche Erwartungshaltung man mit in die Ausstellung bringt. Ist man auf der Suche nach Leid und Leichen, so ist man zweifelsohne auf dem Weg durch das falsche Medium und sollte besser das Internet o.ä. zu Rate ziehen. Wer aber sehen möchte, wie nah beieinander Kunst und „notwendige Fotografie“ sein können, dem sei die kleine Ausstellung durchaus empfohlen.

Persönlicher Eindruck
Die meisten Fotos sind für mich „Schnappschüsse“, was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, denn sie sind halt aus dem Leben gegriffen und nicht gestellt. Die Fotografen waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, und das ist vermutlich schon das ganze Geheimnis, dazu noch eine Prise Mut, die gesellschaftlichen Grenzen zu überschreiten und UnFälle aus nächster Nähe auf Film zu bannen. Keines der Bilder wird (m)einem (leidigen) Wunsch nach Perfektionismus gerecht, Vignettierungen und andere Bildverzerrungen werden in diesem Rahmen geduldet, als zufälliges Stilmittel betrachtet, sogar als schön empfunden. Gestört haben mich die Texte, die in den Ausstellungräumen verteilt waren: für mich klangen sie zum Teil wie Pseudogeschwafel, ich erkenne keine Zusammenhänge zwischen den Bildern und Aussagen wie „Viele von Metinides Motiven können mit Darstellungstypen der christlichen Ikonografie, etwa dem Kreuzigungsgestus, verglichen werden“. Vermutlich bin ich nur zu blöd…

Zeitaufwand und Preis:
Ich, als Nicht-Kunstkenner habe mich für meine 5,50 € Eintritt ca. eine Stunde „intensiv“ mit den Bildern beschäftigt. Sehr gut gefallen hat mir allerdings, zugegebenermassen, das kleine Kiosk nebenan, wo es, neben dem obligatorischen Ausstellungsführer und Büchern zu den ausgestellten Künstlern, zahlreiche Bücher zum Thema (digitale) Fotografie gab. Wer also Lust hat, kann sich gerne meinen Wunschzettel anschauen, denn ich konnte mir nicht alle Bücher, die mich interessieren, sofort holen… :]

Zusammenfassung des VNV Nation Konzerts

Nach einem gaaaanz mäßigen Start hat jeder, der hin wollte, aber nicht da war, mächtig was verpasst! Aber der Reihe nach:

Das ist ein Bild vor der KuFa um 20:15 Uhr. Eigentlich nicht so interessant, ausser wenn man sich daran erinnert, dass der Einlass schon um 20:00 Uhr sein sollte. An der winzigen Pforte zum KuFa-Gelände hing dann wohl auch ein kleiner gelber Zettel mit dem Hinweis „Einlass 20:30 Uhr“ – um 20:40 Uhr ging’s dann auch endlich rein.

Die erste Vorgruppe, eher Ein-Mann-Kapelle, nannte sich Soman und bot relativ guten Industrial in Kombination mit einem eher albernen Rumgehoppse hinter einem I-Book… Erst später, beim Hauptkonzert, stellte sich heraus, das der Typ Mitglied der Live-Unterstützung von VNV Nation ist.

Die zweite Band, Diorama, ist eine Formation bestehend aus Sänger, Keyboarder und Gitarristen. Optisch sind die Jungs (soweit ich das beurteilen kann) nicht sonderlich ansprechend, aber die Musik ging direkt in die Beine und ist wirklich ein Reinhören wert.

Gegen 23:00 Uhr kamen sie dann endlich. VNV Nation. Ich wusste ja, das Ronan ebenfalls ein nicht ganz sooo hübscher und vielleicht auch etwas pummeliger Zeitgenosse ist. Und das sein Kollege lediglich Schlagzeug spielt. Überrascht war ich halt von den beiden zusätzlichen Keyboardern, die das Live-Event unterstützt haben und somit meiner vorurteilsgeschwängerten Meinung, Konzerte von elektronischen Bands müsste man aufgrund der fehlenden Individualität beim Abspielen gar nicht erst besuchen, sämtlichen Nährboden geraubt haben.

Bei diesem Bild fällt vor allem die Farbe von Ronans Kleidung ins Auge. Wobei das „Problem“ bei allen Besuchern bestand. Es leuchten, deutlich sichtbar, blaue Scheinwerfer. Blaues Licht auf schwarzen Klamotten – gibt rot??? Wo genau habe ich in Physik nicht aufgepasst?

Nach einer Stunde war dann das geniale Konzert zu Ende. Zunächst. Denn es war halt die erste 5-Minuten-Pause. Eine weitere Stunde später war das Konzert dann zu Ende. Denkste. Noch ’ne 5-Minuten-Pause.

In der letzten Zugabe spielten die Jungs dann auch endlich das, wie ich jetzt weiss nicht nur bei mir, so beliebte „beloved“. Was soll ich sagen? Ronan hatte selber die Tränen in den Augen stehen, er sprach danach auch davon das es für ihn nichts schöneres auf der Welt gäbe, als bei „beloved“ in die Gesichter der Fans zu blicken. Unsere Gesichter haben ihm so gut gefallen, das er gemeinsam mit dem Publikum eine kurze Acapella-Version von, ich wiederhole mich, „beloved“ gesungen hat.

Apropos sprechen: Ronan spricht, für einen Engländer, ziemlich gut deutsch, wenn auch nicht andauernd, aber immerhin trägt es enorm dazu bei, die Nähe zum Publikum zu finden, beispielsweise wenn er sich nach dem ersten Lied erst einmal erkundigt, wer den nun aus Krefeld, oder aus dem Ruhrpott (Zitat!) oder aus Bielefeld kommt, und wer am Sonntag nach Dortmund fährt. Überhaupt: die Bielefelder haben entweder einen eigenen Fanclub oder sind Ronan sonst irgendwie im Gedächtnis geblieben, jeden falls machte es den Eindruck, als ob er „die Bielefelder“ seit Jahren persönlich kennen würde.

Nun, es war ein geniales Konzert, leider hat das Publikum konsequent den Wunsch des Sängers, mit dem Pfeiffen aufzuhören, nicht befolgt, so dass es zwischenzeitlich immer wieder zu kürzeren Pausen kam, wenn Ronan versucht hat zu erklären, dass ihn die, wenn auch positiv gemeinte, Pfeifferei taub machen würde…

Die Stimmung, die er gemeinsam mit seinen Jungs verbreitet hat, sucht seinesgleichen. Ich glaube, so manche „grosse“ Band kann sich an der Liveperfomance von VNV Nation eine dicke Scheibe abschneiden…

Deine Lakaien – April Skies Tour – Köln – E-Werk

Während auf der Karte Beginn 20:00 Uhr stand, haben die Lakaien erst um 20:30 Uhr angefangen. Wenigstens ist das schon per Mundpropaganda (vermutlich stand auf einigen Karten was anderes drauf?!) vorher rumgegangen.

Von einer Vorband gab es diesmal nichts zu sehen – aber mal ehrlich: Wen genau sollte man vor den Lakaien spielen lassen???

Das Konzert selber fand dann mit einer 6-köpfigen Besetzung statt: Deine Lakaien, zwei hübsche, eigentlich sogar ziemlich hübsche Geigerinnen, die zwischenzeitlich auch mal singen durften, nem durchgeknallten Cellisten und nem noch viel durchgeknallteren Gitarristen.

Letzterer zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass er trotz seines Anzugs eher zu ner Band wie Project Pitchfork gepasst hätte, denn er hat da rumgezappelt und Spöks gemacht inkl. Grimassen schneiden, als ob auf der Bühne sonstwas abgegangen wäre. Naja, zu allem Überfluss hat man ihn respektive sein Instrument nur ganz selten gehört, was den Effekt des Durchgeknallt-Seins erheblich verstärkt hat. Erinnerte ein wenig an Push mit sichtbarer Luftgitarre :lol: :lol: :lol:

Alexander und Ernst (ihn hat man leider hinter seinem Piano und den ganzen Synthesizern nicht wirklich vom rechten Ende der Bühne aus sehen können) haben sich wirklich Mühe gegeben, diese einzigartige Stimme Veljanovs, die teilweise unerhöhrten künstlichen Klänge und die 3 (ok, eigentlich ja 4) „ordentlichen“ Instrumente auf fast geniale Weise zu verbinden.

Ein wunderbares Erlebnis, das nach knapp anderthalb Stunden fast zu Ende war, wenn nicht noch wenigstens 2x Zugaben mit je 2 oder 3 Liedern gekommen wären. Auch hier hat sich wieder die alte Weisheit bewahrheitet: solange im Raum das Licht noch nicht an ist, kann man sich das Zugabe-Gebrülle und -Geklatsche sparen – die Künstler kommen eh noch mal

Saint

Fangen wir doch endlich mal wieder mit positiven Dingen an.

Hier verbringe ich in den letzten Wochen viel Zeit. Ziemlich gute Zeit, wenn man davon absieht, das man eigentlich nur Mittwochs und Sonntags hingehen kann.

Das Buffet Mittwochs ist zwar ein Lacher gegenüber dem vom Eisenlager, und auch nicht mit Liebe zubereitet, aber es ist halt was da.

Sonntags ist es ähnlich wie früher zur gleichen Zeit in der E-Dry. Vermutlich purer Zufall, wenn der DJ von damals auflegt. ;)

Gute Preise – Gute Besserung

Donnie Darko

CoverEin kleiner Film mit großer Wirkung (auf mich), den Herr Schnubb mir da ausgeliehen hat. Unmöglich, diesen Film auf Anhieb zu verstehen. Aber dennoch auf unbeschreibbare Weise so gut gemacht, dass man gewillt ist, den Film so oft anzuschauen, bis man ihn endlich verstanden hat. Das dauert aber vermutlich ewig…

Nun muss ich mich nur noch dran begeben, mir für mich die Special Edition der DVD zu bestellen ;)

Auf den ersten Blick könnte Donnie Darko (Jake Gyllenhaal) ein normaler, unkomplizierter Teenager sein. Geordnete Familienverhältnisse, verständnisvolle Eltern, eine nette Freundin. Aber Donnie hat ein mentales
Problem. Besser gesagt, ein eingebildetes (… oder etwa nicht?) Kaninchen namens Frank. Ein drei Meter großes, ziemlich dämonisches Kaninchen. Nachts, wenn alles schläft, spricht seine sonore Stimme zu ihm
und erteilt ihm Ratschläge. Die sind manchmal hilfreich („Geh mal vor die Tür, denn gleich durchschlägt eine Flugzeugturbine deine Zimmerdecke.“) und manchmal nicht („Lege deine Schule in Trümmer.“), bezüglich
jedweder Zukunftsprognose aber grundsätzlich zutreffend. Die elterlicherseits engagierte Diplompsychologin ist genauso ratlos wie der schuleigene Motivationstrainer (Patrick Swayze) oder die freundliche Klassenlehrerin (Drew Barrymore). Als Frank Donnie erklärt, dass in ziemlich genau 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden die Welt untergeht, ist guter Rat mal wirklich teuer.

von Donnie-Darko.de

Wenn Träume fliegen lernen

Plakat

Mal wieder ein Film, in den man mich auf Umwegen hinbewegen konnte. Wie so oft bei Filmen, wo ich zunächst denke, dass sie „Frauenfilme“ sind… Diesmal hat sie dafür aber einen für mich ganz neuen Trick angewandt: sie hat die Kinokarten einfach bei einem Pro7-Gewinnspiel gewonnen!

Gut, unterm Strich wäre es vermutlich fast billiger geworden, wenn ich anstelle der Rumgurkerei einfach die Kinokarten bezahlt hätte. Aber wie gesagt: dann hätte ich mich vermutlich auch vor diesem tollen Film gedrückt. So ist es also zweifelsohne besser.

Worum geht es überhaupt in diesem Film?

Erzählt wird die Entstehungsgeschichte von „Peter Pan“, dem Jungen, der nicht erwachsen werden wollte, und damit ein Teil der Lebensgeschichte von Sir James Matthew Barrie, dem Theaterautor, dem wir dieses wundervolle Märchen zu verdanken haben.
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Dogma

CoverDogma trifft genau meinen Humor und auch meinen Glauben – hier stimmt einfach alles. OK, ich halte Alanis Morisette als Gott für etwas fehlbesetzt, aber sie macht Ihre Rolle dennoch ganz gut. Jedenfalls kann ich mich gut mit der Vorstellung anfreunden, das sogar Metatron heutzutage Probleme hat, von den Menschen (an-)erkannt zu werden. Alles in allem ein Film, der immer wieder zum Lachen verleitet.

Worum geht’s? Durch augenscheinlichen Zufall entdecken die beiden Exil-Engel Loki (Matt Damon) und Bartleby (Ben Affleck), dass es für sie, die bei Gott in Ungnade gefallen sind, doch noch einen Weg zurück in himmlische Gefilde gibt. Niemand Geringeres als die katholische Kirche selbst liefert Gottes Unfehlbarkeit ans Messer, weil ein Bischof in New Jersey einen gewissen Modernisierungsbedarf seiner Institution vespürt. Tja, und nun kommen wir zum Dogma. Die Sache ist nun die: der Bischof bietet nämlich all jenen Gläubigen, die an diesem speziellen Tag durch sein Kirchentor schreiten, den Erlass all ihrer Sünden an.

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