Archiv der Kategorie: Meine Meinung

Der dunkle Kristall

CoverDieser Film stammt von 1982 und kam sogar, glaube ich, im gleichen Jahr bei uns in die Kinos. Ich erinnere mich noch daran, wie meine Tante Ellen Britta und mich mit ins Kino genommen hat und ich so furchtbar stolz war, mit 9 in einen Film mit FSK 12 gehen zu können.
Mich hat der Film damals schon fasziniert, denn Jim Henson und Frank Oz haben die Puppen (im gesamten Film taucht nicht ein Mensch auf) förmlich zum Leben erweckt.

Jim Hensons Fantasy-Epos Der dunkle Kristall spielt nicht etwa vor langer Zeit, weit, weit von hier, und doch entführt es den Zuschauer wie auch Krieg der Sterne an einen Ort, der allein in der Vorstellungskraft existiert und, für anderthalb Stunden, auf der Leinwand. Indem er die Welten J.R.R. Tolkiens beschwört, erzählt Henson die Geschichte einer Rasse grotesker vogelähnlicher Echsenwesen, die „Skekse“ genannt werden. Diese gnomenhaften Drachen herrschen mit eiserner Hand über ihren fantastischen Planeten. Eine Prophezeiung besagt, dass ein Gelfling (ein kleines, elfenartiges Wesen) einst ihr Reich stürzen wird, und so löschten sie während ihrer Schreckensherrschaft diese gesamte Rasse aus. Oder sie glaubten es. Denn der Waisenjunge Jen, erzogen von friedlichen Magiern, „Urru“ genannt, bricht zu einer Reise auf, um den verloren gegangenen Splitter des Dunklen Kristalls (welcher den Skeksen Macht verleiht) zu finden und das Gleichgewicht im Universum wieder herzustellen.

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Hannibal

Hannibal… Dr. Hannibal Lecter… Wer kennt ihn nicht, jenen armen Mann mit der harten Kindheit, der so gerne Menschenfleisch verspeist…

Thomas Harris hat vor kurzer Zeit den dritten Teil dieser nervenaufreibenden Geschichte veröffentlicht und für jemanden wie mich, der äußerst selten ein Buch in die Hand nimmt ist es schon etwas besonderes, ca. 530 Seiten innerhalb von 4 Tagen zu lesen, wohl eher zu verschlingen… Horror in seiner absolut reinsten Form. Ich gehöre nicht zum literarischen Quartett, und ich habe bereits des öfteren bemerkt, daß Deutsch meine 1. Fremdsprache ist, aber ich will dennoch versuchen, ein paar Worte zu diesem Werk zu verlieren…

Auch wenn ich am liebsten direkt das Ende verraten würde, was ich tunlichst vermeiden werde, ich finde eh nicht die Worte, mit denen ich die Gefühle beschreiben könnte, die dieses Buch wieder mal (nach „Der rote Drache“ und „Das Schweigen der Lämmer“) in mir hat aufkommen lassen. Ich muß zugeben, ich habe nach dem letzten Abend sehr schlecht schlafen können, und das passiert mir nicht einmal bei diversen Horrorfilmen, obwohl ich eigentlich extrem leicht auf Schockeffekte reagiere. Mit Schockeffekten hat dieses Buch auch gar nichts gemein. Es ist diese Art und Weise, mit der Harris aus drei Richtungen, sprich über die Geschichte dreier Hauptcharaktere auf ein großes und vollkommen unerwartetetes Finale hinarbeitet. Es fällt leicht, sich in diese Personen hineinzuversetzen, in Ihre Gefühle, Wünsche und Ängste, man erwischt sich immer wieder dabei, aus der Position des unabhängigen Betrachters in die Rollen der Protagonisten schlüpfen zu wollen.

Insbesondere vermag es Harris geschickt die Schwelle zwischen Realität und Fiktion so flach zu halten, daß der Leser oft ins Grübeln darüber gerät, ob er nun einen frei erfundenen Roman oder einen Tatsachenbericht vor seine Augen hält, die übrigens bald nicht mehr in der Lage sind, auch nur annähernd so schnell über die Zeilen zu fliegen wie der geneigte Leser den Fortgang der Geschichte erfahren möchte…

Blablabla, ich kann nur sagen: KAUFEN UND GENIESSEN!!!