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Heizen wir doch mal wieder diese RFID-Diskussion an…

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Nachdem ich hier und hier ja schon über die schlechten Eigenschaften von RFID-Chips im täglichen Einsatz gelästert geschrieben habe, möchte ich die Gelegenheit der Fairness halber auch nutzen, mal von einem etwas positiveren Nebeneffekt zu berichten:

Nach Angabe von VeriChip fanden in den letzten 22 Jahren in den USA 233 Säuglingsentführungen statt, davon alleine die Hälfte in Gesundheitseinrichtungen. Diese sind nun teilweise dazu übergegangen, die Säuglinge mit speziellen Armbändchen zu versehen, die, logischerweise, mit RFID-Chips versehen sind.

Dies hat jetzt auch endlich mal zum Erfolg geführt, denn

am 15. Juli 2005 wurde vom Hugs-System Alarm ausgelöst, als auf der siebten Etage des Krankenhauses ein Baby aus dem Säuglingsheim gebracht wurde.

von Golem

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Ich finde RFIDs nach wie vor nicht soo berauschend, aber wenn man Kindesentführungen auf diese Art und Weise Einhalt gebieten kann, ist das schon ziemlich akzeptabel.

Übertrieben widerum finde ich die Idee der Firma „Lauren Scott of California“, die eine Serie von Kinderkleidung mit eingewobenen RFID-Tags angekündigt hat.

Eingenäht in Pyjamas und kontrolliert durch Messstationen an den Hausausgängen soll so verhindert werden, dass das Kind ohne Wissen der Eltern das Haus bzw. das überwachte Gebiet verlässt.

von Golem

Die in dem Artikel erwähnte Nähe zum offenen Vollzug ist definitiv nicht von der Hand zu weisen. Man kann seine Sorge um die eigenen Kinder bestimmt auch übertreiben.

Aber was sag ich da? Andere Länder, andere Sitten, und vor allem: ich hab ja noch keine eigenen Kinder. Aber sollte ich deswegen den Mund halten?

RFID-Chips sind sicher. Die Titanic war es auch.

Den Satz hatte ich schonmal hier irgendwo stehen. Aber aus gegebenem Anlass greiffe ich ihn nochmal auf.

Auf der acatech sprach Bundesinnenminister Otto Schily nämlich nicht nur davon, es „sei das unerlaubte Auslesen von RFID-Chips in Pässen unmöglich“, sondern erklärte weiterhin auch noch, dass „die RFID-Chips, die in den Eintrittskarten zur Fußball-WM 2006 in Deutschland eingesetzt werden sollen, nicht nur Name, Geburtsdatum und Ausweisnummer der Karteninhaber speichern, sondern auch deren favorisierte Mannschaft.“

Hut ab. Vielleicht sollte auf der Eintrittskarte direkt auch noch die Blutgruppe gespeichert werden, damit ich im Falle eines Falles schneller versorgt werden kann. Und vielleicht noch die Telefonnumer eines Angehörigen, falls ich ins Krankenhaus komme. Dann aber bitte auch gleich mit Autokennzeichen, damit man den vom Abschleppen abhalten kann. :crazy:

Übrigens, liebe Freunde von Otaku42:

Ich habe nach 4 Jahren keinen blassen Schimmer mehr, auf welches Umlaut-Problem hingewiesen wurde und welchen Beitrag ich mit ausgerechnet diesem Eintrag geleistet habe…

Dieser Chip ist sicher. Die Titanic war es auch.

Der kommende Biometrie-Reisepass wird für ein Schweinegeld (meine Finger sträuben sich, die Zahl einzugeben…) ab November eingeführt. Und weil die Bundesregierung von der Industrie gelernt hat, kommt er auch gleich in zwei Stufen raus. Daran erkennt man auch gleich, dass die BR nur teilweise gelernt hat – sie sagt es schon vorher… Im November dann also der neue Reisepass mit digitalem Photo in einem Chip. Und wenn dann möglichst viele den neuen Pass haben (wie lange war der noch mal gültig? 10 Jahre? Oder noch länger?), kommt ab März 2007 Reisepass 3.0, mit RFID-Chip inkl. elektronisch gespeicherter Fingerabdrücke, die auch garantiert nicht unbemerkt ausgelesen werden können.

EPass

Bildmaterial: Golem